Liebe Mitglieder, liebe Begleiterinnen und Begleiter des Ansbacher Frauenbundes,
die Winterlinge sind bereits verblüht, die den Gartenboden wie einen gelben Teppich zierten. Noch blühen die Christrosen, die Schneeglöckchen und Märzenbecher und die leuchtenden Krokusse läuten den Frühling ein. In den Ästen der Sträucher und Bäume zwitschern die Vögel, Bienen summen auf den Blüten und wir genießen die wärmenden Sonnenstrahlen. Ja, Osterglocken und Tulpen und Veilchen sind auch schon da.
Es ist Fastenzeit – Vorbereitung – auf das Osterfest. Unsere Gedanken sind auf die Leidenszeit Christi gerichtet. Am Sonntag hörten wir die Versuchungsgeschichte Jesu. Er widersteht den Versprechungen des Verführers. Auch uns wird von verschiedenen Seiten viel versprochen (Zeitenwende, Friedensgespräche, höhere Löhne usw.). Möge es uns möglich sein, diese Versprechungen zu reflektieren, zu hinterfragen und zu einem guten Ergebnis kommen. Gerade in der Passionszeit können wir im Miteinander die Hände zum Gebet falten, alleine zuhause und auch in den Passionsandachten. Das Gute möge uns begleiten hin zur Osterzeit. Luftholen, Fenster öffnen. So das Motto der Fastenzeit, meint: alten, schweren Ballast wegwerfen, Neues, Schönes hereinlassen.
Das heißt auch, Neuanfang ist möglich. Neues in unserem Verband, unserem Land, in Europa, ja der gesamten Menschheit.
Wie Sie dem Programm entnommen haben, bzw. persönlich erleben konnten, führte Herr Pfr. Dr. Wachowski uns ein in die Jahreslosung. Prüfet alles und behaltet das Gute. Eine Herausforderung, eine große Aufgabe, die wir meistern sollen.
Im Februar gab Herr Biernoth einen Einblick in die Geschichte der Bombardierung Ansbachs im Jahr 1945: Ansbach vor dem Krieg, schreckliche Zerstörungsbilder, Listen der Verstorbenen usw. – und dann der Wiederaufbau. Hoffentlich nie wieder Krieg!
Am 11. März sprach Herr Dr. Gussmann über – Antisemitismus in der Sprache – .
An vielen Beispielen zeigte er auf wie im Alltag Antisemitismus in Redewendungen, Ausdrücken, Beschimpfungen vorherrscht: „Es geht ja zu wie in der Judenschule!“
Judensterne werden gesprüht, Hakenkreuze usw.
Wir werden sensibler mit der Sprache umgehen! Getrauen wir uns, andere Menschen darauf hinzuweisen?
Wie ergeht es Christen in Syrien? Auf dieses Thema lassen wir uns im April mit Herrn
Aiad Jabbour ein.
Im Mai laden wir ein zu einem Frühstück in das Gemeindezentrum St. Gumbertus. Bitte, kommen Sie, laden sie Gäste ein, alle sind willkommen. Das Wasser kann uns im Mund zusammenlaufen, wenn Frau Hannelore Täufer (OV Schwabach) uns die Schokolade näherbringt.
Und dann im Juni, ein akutes Thema für uns alle: Real News oder Fake News?
Ist eine Nachricht echt oder falsch, und woran kann ich dies erkennen? Gerade in schwierigen Zeiten beschäftigen diese Fragen viele Menschen. Fake News fordern Demokratien heraus!
Darüber informiert Herr Dr. Oliver Herbst.
Die Jahresversammlung verschieben wir auf Juli. Wahlen für den Vorstand stehen an.
Ich selber werde aus Gründen des fortgeschrittenen Alters nicht mehr kandidieren. Wer übernimmt die Verantwortung des Verbandes? Welche Mitgliedsfrauen erklären sich bereit, die vielfältige, schöne Aufgabe unseres über 115 Jahre alten, bewährten Verbandes zu übernehmen? Darüber müssen wir miteinander beraten, werben, Mitglieder ansprechen.
Die Verbandsarbeit in Ansbach machte mir Freude, ich organisierte gerne, nahm gerne an Veranstaltungen des Landes- und Bundesverbandes teil.
Ohne den Verband hätte ich unsere großartigen Mitglieder mit all den reichen Lebenserfahrungen, ihrem Engagement, nicht kennengelernt, in den Ortsverbänden, im Landesverband, im Bundesverband. Ich denke an die Basare, Fundgrube, Bildungsreisen, Vorbereitung der Versammlungen, Ehrenämter in den Kirchengemeinden usw. Leider ist es mir nicht geglückt, alle Mitgliedsfrauen persönlich zu treffen. Sehr geschätzt habe ich auch die Begegnungen mit den Referentinnen und Referenten und den Sekretärinnen der Kirchengemeinden.
Ich bin sehr dankbar für alles Vertrauen, das mir entgegengebracht wurde.
Dank auch für alles Entgegenkommen und Hilfsbereitschaft durch das Dekanat und die Kirchengemeinden (evang. und kath.) und das unkomplizierte Veröffentlichen der Veranstaltungen im Gemeindebrief, der FLZ, dem EBW.
Frohe Ostern wünscht J. Stöckel