Die Ziele unserer Geburtstagsfahrt am 9. August mit 22 Teilnehmern waren der Lotosgarten in Rothenburg o.d.T. und die Martinskirche in Gebsattel.
Gegen 13.30 Uhr waren wir bereits im Lotosgarten angekommen. So konnten wir uns vor der Führung im Lotosgarten etwas umsehen bzw. im Cafe guten Kuchen und Eiskaffee genießen. Von 14.00 Uhr bis 15.00 Uhr erfuhren wir wie die schönen Leyk Lichterhäuser hergestellt werden. Jeder Produktionsschritt vom Modellguss über das Ausschneiden der Fenster und Türen, das Glätten, Bemalen, Glasieren, Brennen wurde uns erklärt. Zwei Frauen konnten wir dann noch beim Bemalen beobachten. Danach hatten wir Zeit, gemütlich im Lotosgarten spazieren zu gehen oder Kaffee zu trinken.
Um 16.30 Uhr erwartete uns in Gebsattel vor der Martinskirche Frau Pfarrerin Rößler. Engagiert weihte sie uns ein in die Baugeschichte der Kirche. Schon die Baugenehmigung war eine Herausforderung; dreimal musste nach München gefahren werden, bis endlich der Landeskirchenrat 2005 die Genehmigung erteilte. Im katholischen Gebsattel durfte für die evangelischen Gemeindemitglieder, die zur Leonhardskirche in Rothenburg gehörten, ein Gotteshaus gebaut werden. Die engagierte Pfarrerin und die Gemeindemitglieder bauten in viel Eigenleistung die Kirche in 2 Jahren. 2005 – 2007. Altarwandgemälde, der Heilige Martin, ganz modern in lichten Farben gestaltet. Symbolhaft wie ein Streifen in Rot zieht sich der geteilte Mantel bis hinter den Altartisch. In den Fenstern wiederholen sich Farben und Streifen. Das Kreuz hat seine besondere Geschichte, (auch hier die Farben und Bänder des Altarbildes), auch die Orgel, die Glastüren. Die Kirche soll ein Raum der Geborgenheit sein, schützend wie das Gewand einer Schutzmantelmadonna. Die Glastüren mit ihren eingravierten stilisierten Engeln sollen die Gottesdienstbesucher erinnern das weiterzugeben, was sie empfangen haben.
Für die verschiedenen Gottesdienstformen kann der Raum entsprechend umgestaltet werden, denn alle Kunstwerke können so gestellt werden wie es nötig ist. Zum Schluss konnten wir die besondere Akustik des Raumes erleben – wir sangen den Choral – Geh aus mein Herz und suche Freud …
Danach war noch Gelegenheit, alle Gemeinderäume zu besichtigen. 90 Minuten (16.30 bis 18.00 Uhr) lang hörten wir interessiert den wunderbaren Geschichten zu.
Wunder, das betonte Frau Rößler hat sie innerhalb der Baugeschichte einige erfahren. (Die Kirchenvorstände hatten sich nach „Überlegenszeiten“ für die Kunstwerke geeinigt, das kleine Altarkreuz von der Künstlerin des großen Kreuzes als Geschenkt überreicht, die Orgel, die schon zweimal verkauft war, konnte dann doch erworben werden usw.).
Herzlichen Dank Frau Pfarrerin Rößler. Mit einer kleinen Geldspende verabschiedeten wir uns. Welch ein Highlight!
„In dieser Kirche besuche ich demnächst einen Gottesdienst“, so ein Mitglied. Kann es einen besseren Dank für diesen Tag geben!
Johanna Sröckel