Jahreslosung 2023: bist ein Gott, der mich sieht

Jahreslosung 2023

Mit der Jahreslosung – Du bist ein Gott, der mich sieht – wünsche ich allen Mitgliedern und allen, die uns kennen, allen, die unsere Seite aufsuchen, ein friedvolles Jahr 2023.

Am Dienstag, 10. Januar 2023 trafen sich 24 Frauen und Männer im Beringerhof zum ersten Beisammensein des OV.

Auf dem Programm stand der Vortrag von Frau Beate Baberske aus der Paramentik DIAKONEO. Doch! Er musste abgesagt werden. Zum entsprechenden Zeitpunkt wird Frau Baberske über Farben im Kirchenraum sprechen. So reflektierte Frau Stöckel zusammen mit den TN*innen die Jahreslosung. Traditionsgemäß wird das Beisammensein begonnen mit Gedankenaustausch untereinander, Begrüßung und Kaffeetrinken.

SEHEN   –   HÖREN   –   AUFBRECHEN

Von Weihnachten herkommend: die Hirten sahen, hörten, gingen eilend zurück zur Herde und! verkündeten, was sie gesehen und gehört hatten. Die Weisen sahen den Stern, machten sich auf den Weg und beteten das Kind an, brachten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe, hörten die Stimme des Engels, gingen nicht ins Königshaus, nahmen einen anderen Weg zurück in ihr Lande.

Auf der Flucht nach Ägypten  schlug der Esel immer wieder Umwege ein, wenn er Gefahren widderte: Sandstürme, Überfälle usw. Josef sträubte sich zunächst dagegen den Umweg in Kauf zu nehmen, war jedoch sichtlich erleichtert, dass er dem Esel gefolgt war, dass sie bewahrt wurden. – Marias kleiner Esel.

Siehe, es war sehr gut! Gott hatte unsere schöne Welt, das All, das Meer, Pflanzen, Tiere und Menschen erschaffen.

„Wie sind deine Werke so schön, du hast sie  alle weise erschaffen.“

Dankbar sprechen wir diese Psalmworte, besonders gerne, wenn wir auf Reisen sind. Freuen können wir uns an unserer bunten Welt, an Sonne, Mond und Sternen; und wir wissen genau, dass wir unser Verhalten ändern müssen.

Immer von Neuem werden wir hellwach, wenn der Chor in Haydns Schöpfung brilliert: Und es ward Licht!

Jesus sah ihn an und sprach: Dein Glaube hat dir geholfen.

Und zum Zöllner, der extra auf einen Baum gestiegen ist, um Jesus sehen zu können, er wurde von Jesus beachtet und gebeten, herunterzusteigen. Hatte der Zöllner damit gerechnet?

Wenn wir pilgern auf dem Glaubensweg in der Rothenburger Landhege, sehen wir an der vierten Stele die Friedenstaube – ihre Flügel ausbreitend. Frieden! 

Mitglieder wurden gebeten, Friedensworte berühmter Persönlichkeiten vorzutragen z.B. 

Stele Versöhnung
Stele Versöhnung

„Nur wenn wir teilen, haben wir den Frieden auf der Welt. Den Frieden lernen, das ist nichts weiter als teilen lernen.“ Hermann Gmeiner.

„Einander beschimpfen ist besser, als einander beschießen.“ W. Churchill.

Erinnerung an Kindertagen – zum Schmunzeln

Der liebe Gott sieht alles! Den Gesichtern war abzulesen, was damit verbunden war.

Schon besser, Erinnerung an Spiele wie: Ich sehe was, was du nicht siehst, oder: der Mond ist rund, er hat zwei Augen, Nase, Mund. Und alle machten die Übungen mit, die unseren Schultern soo  gut tun.

Man sieht nur mit dem Herzen gut– Erinnerung an den kleinen Prinzen.

„Sie lebte von der Rose“, Foto: Hans-Martin Goede
„Sie lebte von der Rose“, Foto: Hans-Martin Goede

„Sie lebte von der Rose“ – Rilkes Begegnung mit einer Bettlerin in Paris.

AngeSEHEN

Nachgefragt: Was bedeutet die Jahreslosung für dich?

Unter dieser Überschrift kamen  Gemeindemitglieder zu Wort, veröffentlicht im Gemendebrief der Kirchengemeinde Uffenheim z.B.

„Ein Gott, der auch in mein Innerstes sieht, öffnet mir die Augen zu mir selbst.“ Dr. L. Albrecht

„Es ist alles gut, fürchte dich nicht, ich bin der Arzt, ich habe dich erlöst, ich sehe dich. Das tut gut, das spornt mich  immer wieder an, in der Liebe zu wachsen.“ Christoph Schwethelm

„In schwierigen Zeiten fällt auch das Gottvertrauen manchmal schwer. Mir hilft es, Gott das Schwere im Gebet zu sagen. Ich stelle mir dabei ein liebevolles Augenpaar vor, das hinschaut und sich eben nicht abwendet. Vor Gott ist keine Not verborgen. Manchmal mache ich gerade mit dieser Haltung die Erfahrung, wie sich Frohes wieder Bahn brechen kann.“

Dekan Max von Egidy

„Du bist ein Gott, der mich sieht“.

 Genesis 16, 13.

Hagar litt unter der fehlenden Anerkennung, sehnte sich nach Ansehen. Sie sah keinen anderen Ausweg als wegzulaufen. Auf der Flucht gibt sich Gott zu erkennen als einer, der ein Auge auf sie hat und ihr zur Seite steht. Hagars Geschichte mit diesem Hoffnungswort.

Mit dem Gebetswort von Agnes von Grotthuß beendete Frau Stöckel den Nachmittag.

Du siehst mich mit Liebe an und so komme ich, laufe in deine Arme. Ich war verloren, doch du hast mich gefunden. Du hast mich schon immer gesehen, weil du ein Gott bist, der mich ansieht.“